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Tierschutz International

Helfen Sie, den Bestand der Grizzly-Bären zu retten!!


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Die Regierung British Columbias hält an einer gefährlichen und unverantwortlichen Politik fest, der zufolge Grizzly Bären zuerst und vor allem für die Trophäenjagd genutzt werden und angesichts der Tatsache, dass die Bestände dieser großartigen Geschöpfe in der Provinz dramatisch, möglicherweise irreversibel zurückgehen. Dadurch dass sie den Anspruch der Wenigen, die Grizzly Bären jagen wollen, Vorrang vor Tier- und Naturschutz einräumt, ignoriert sie die zunehmende Bedrohung der Population.

Der Grizzly Bär (ursus arctos horribilis) war einst über den größten Teil Nordamerikas verbreitet. Die Population des Kontinents dürfte einst etwa 100.000 Tiere umfasst haben. Sie werden bis zu 2,50 m groß und vermehren sich langsamer als jedes andere Landsäugetier in Nordamerika. Sie sind daher ganz besonders durch starke Bejagung und andere Todesursachen gefährdet. Weibliche Grizzlys werden erst im Alter von vier bis sieben Jahren geschlechtsreif und haben in Regel pro Wurf nur zwei Junge. Bärenpopulation erholen sich daher nur sehr langsam von einer Dezimierung.

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Seit der Ankunft der ersten Europäer gings die Anzahl der Grizzly Bären stark zurück. Die Verfolgung durch Jagd, Holzeinschlag und die Zerteilung der Lebensräume haben die Art in 99 % ihres ursprünglichen Verbreitungsbebietes in den USA und 24 % ihres Verbreitungsgebietes in Kanada ausgerottet.
British Columbia (BC) ist die westlichste Provinz Kanadas und einer der letzten Stützpunkte des Grizzly Bären. Obwohl sie im überwiegenden Teil ihres Verbreitungsgebietes in BC als bedroht und gefährdet eingestuft werden und die Regierung von BC auch die internationale Bedeutung ihrer Grizzly Bären-Population erkannt hat, hat diese Einschätzung noch zu keinem zusätzlichen Schutz geführt.

Überjagung und Untätigkeit

- Bereits 1970 äußerten Artenschutzexperten ernsthafte Besorgnis über die Auswirkungen, die die Bejagung auf die Population der Grizzly Bären in BC hat.
- Im Durschschnitt werden in BC jedes Jahr an die 350 Tiere abgeschossen
- 1990 ergab eine Prüfung der Regierung, dass die erlaubte jährliche Abschusszahlen zwischen 1984 und 1988 in 44 % der untersuchten Verwaltungsbezirken überschritten wurden. Zudem stellte das kanadische Komitee für den Status gefährdeter Wildtiere fest, dass in mindestens fünf von acht Regionen der Provinz innerhalb der Jahre 1985 - 1989 der legale Abschuss überschritten wurde.

Im Jahr 1990 wandte die Regierung von BC eine höchst angreifbare und wissenschaftlich umstrittene Methode zu Populationsabschätzung an. Dies führte dazu, dass die offiziellen Angaben nahezu verdoppelt wurden: von 6.000 - 8.000 auf 13.000 Grizzly Bären.Diese Methode basierte auf einer Annahme darüber, wie viele Tiere ein Lebensraum ernähren kann, ohne dass die tatsächliche Erreichbarkeit berücksichtigt wird. Der Vorgang wurde weder von unabhängigen Wissenschaftler überprüft, noch durch aktuelle Zählungen gestützt.
Ein Biologe kommentierte dieses folgendermaßen: „De facto könnten alle Grizzly Bären in BC von Hobbyjägern bereits ausgerottet sein, während man durch Lebensraumvermessung und Schätzungen weiterhin einen hohen theoretischen Bärenbestand kalkuliert und entsprechede Abschussquoten festgelgt würden".


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Die Regierung von BC nimmt an, dass die nicht registrierte Tötung von Grizzly Bären etwa 50 % der legalen Abschüsse ausmacht. Andere Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass durch Wilderer noch einmal 80 % der legal geschossenen Tiere umkommen. Nicht erfasst sind auch die Bären, die von Jägern „nur“ angeschossen werden, aber fliehen und später sterben. Dieses beträfe etwa 25 % der legal abgeschossenen Bären. Andere Gefährdungen, wie Holzeinschlag, Zerstückelung des Lebensraumes sowie Rückgang der Lachsbestände bedrohen die Bären zusätzlich. Unabhängige Langzeitstudien an mit Sendern markierten Bären haben gezeigt, dass die nicht registrierten Todesfälle bis zu 100% der offiziellen Abschüsse ausmachen können. Der Holzeinschlag hat auch noch eine weitere Auswirkung. Durch den damit verbundenen Straßenbau ist der Lebensraum der Bären leichter zugänglich, was sich wiederum „positiv“ für die Jagd bemerkbar macht.


Der Grizzly ist eine Unterart des auch in Europa und Asien beheimateten Braunbären.
Größe: im Stehen bis zu 2,50 m
Gewicht: zwischen 150 und 350 kg
Geschlechtsreife: Männchen mit 4, Weibchen mit 3 Jahren
Paarungszeit: Juni
Tragzeit: 180 - 250 Tage
Zahl der Jungen: in der Regel 2
Verhalten: Einzelgänger, außer zur Paarungszeit
Nahrung: Beeren, Früchte, Knollen und Nüsse, Insekten, Larven, Honig, Fische, Nagetiere, Großsäuger, Aas
Lebenserwartung: ca. 30 Jahre
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Forderungen des Deutschen Tierschutzbundes

Was kann ich tun?

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